Österreich

Land Salz­burg inves­tiert eine Milliarde Euro in Spitals­bauten

9. Juni 2026 | APAMED (APA-OTS)
Landeskrankenanstalten Salzburg (St.-Johanns-Spital), Innere Medizin II [1]/Landesapotheke, straßenseitig (Müllner Hauptstraße).
Landeskrankenanstalten Salzburg (St.-Johanns-Spital), Innere Medizin II [1]/Landesapotheke, straßenseitig (Müllner Hauptstraße).

Älteste genutzte Gebäude stammen aus dem Jahr 1698 - Drei große Neubauten am Landeskrankenhaus

Das Land Salzburg will in den kommenden 15 Jahren eine Milliarde Euro in Spitalsbauten des Uniklinikums investieren. Medizinische Bereiche sollen räumlich zusammengeführt werden. Dadurch wird der gesamte Campus mit weniger, dafür größeren Gebäuden weiterentwickelt. Am Standort Landeskrankenhaus sind drei große und an der Christian-Doppler-Klinik mehrere Neubauten geplant. Die ältesten aktuell genutzten Gebäudeteile stammen bereits aus dem Jahr 1698.

Grund für die Großinvestition ist, dass die bauliche Struktur über die Jahrhunderte gewachsen ist. Daher sei eine Zusammenführung in größeren Einheiten mit Neubauten sinnvoller, als bisherige Standorte zu sanieren, hieß es am Montag bei der Projektvorstellung. Nachdem die geplante Zusammenführung des Unfallkrankenhauses der AUVA und der Unfallchirurgie am LKH nicht realisiert wird, wurde der bauliche Entwicklungsplan in den Landeskliniken grundlegend adaptiert und angepasst. Außerdem erstellt die Stadt Salzburg gerade ein neues Räumliches Entwicklungskonzept (REK), das die langfristige städtebauliche Entwicklung und Flächennutzung regelt. Damit wird erstmals die Perspektive eröffnet, Entwicklungsflächen am Spitalsgelände planerisch einzubeziehen, sodass durch die bauliche Konzentration auch neue deklarierte Grünflächen geschaffen werden können.
 

Onkologie derzeit auf fünf Standorte verteilt

Aktuell wird noch am Bau der Inneren Medizin III gearbeitet, in der die onkologische Versorgung zusammengelegt werden soll, die derzeit auf fünf Standorte am gesamten Gelände verteilt ist. Das Gebäude soll im Februar kommenden Jahres fertiggestellt werden. Im Bereich der Aiglhofstraße sollen in einem Haus B Dermatologie, Herzchirurgie, Innere Medizin I, Innere Medizin II (teilweise), HNO, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Gefäßchirurgie, Anästhesie (teilweise) und Notaufnahme untergebracht werden, für das geplante Haus C sind die Augenklinik, Humangenetik, IM3 Diagnostik und Forschung, Nuklearmedizin, Radiologie und Radiotherapie vorgesehen und in einem Haus F werden Gynäkologie und Geburtshilfe, Kinder- und Jugendheilkunde sowie Kinderchirurgie einziehen.

Am Standort Christian-Doppler-Klinik laufen aktuell die Vorhaben Forensische Psychiatrie, Psychiatrische Akutversorgung und Gerontopsychiatrie, folgen sollen noch Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychiatrie, Kindergarten, Neurochirurgie/Neuroradiologie und Neuroanästhesie.

 

"Zeitgemäße Infrastruktur unverzichtbar"

Landeshauptfrau Karoline Edtstadler (ÖVP) betonte bei der Präsentation, dass der neue Entwicklungsplan der SALK ein zentraler Baustein des Projekts "Zukunft Gesundheit" sei. "Der Standort Salzburg wird dadurch für erstklassige Spitzenmedizin und hochwertige Versorgung als Universitätsklinikum gestärkt und weiterentwickelt. Eine zeitgemäße Infrastruktur ist unverzichtbar." Und Gesundheits- und Spitalslandesrätin Daniela Gutschi (ÖVP) sagte, dass sowohl die Patientinnen und Patienten als auch jene Menschen, die täglich Verantwortung für Versorgung, Pflege und Betreuung übernehmen, im Mittelpunkt der Vorhaben stünden. "So schaffen wir moderne Rahmenbedingungen für eine patientenorientierte und leistungsfähige Gesundheitsversorgung."