Seit 1. Juli 2026 gelten für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte in Österreich neue Anforderungen an die Dokumentation von Diagnosen und Leistungen. Damit ist die strukturierte Diagnoseerfassung endgültig im Praxisalltag angekommen.
Die aktuellen Zahlen zeigen, wie schnell dieser Wandel voranschreitet: Bereits 86,7% aller Diagnosen werden strukturiert und codiert dokumentiert. Gleichzeitig nimmt die Bedeutung von Freitextdiagnosen kontinuierlich ab.
Doch hinter diesen Zahlen steht für Ärzt*innen und Ordinationsteams eine ganz praktische Frage: "Wie lässt sich die Diagnoseerfassung so in den Arbeitsalltag integrieren, dass sie möglichst einfach, schnell und intuitiv funktioniert?"
Stellen wir uns eine typische Situation vor: Eine Patientin kommt mit starkem Husten und Fieber in die Ordination. Die medizinische Beurteilung steht fest – jetzt muss die entsprechende Diagnose dokumentiert werden.
Müssen Ärzt*innen lange nach dem richtigen Code suchen? Müssen gewohnte Abläufe verlassen werden? Und was passiert, wenn eine Diagnose weiterhin als Freitext erfasst werden soll?
Das Video macht deutlich: Hinter der strukturierten Diagnoseerfassung steckt kein abstrakter Codierungsprozess, sondern ein Ablauf, der sich unmittelbar in die tägliche Arbeit integrieren lässt.
Anhand der Eingabe können beispielsweise passende Diagnosen aus den Suchergebnissen des e-Health Codierservice ausgewählt werden. Auch zusätzliche Informationen zur Diagnose lassen sich berücksichtigen.
Und wichtig für den Praxisalltag: Auch Freitextdiagnosen können weiterhin erfasst werden, wenn kein Suchergebnis ausgewählt werden soll.
Die gesetzeskonforme Diagnoseerfassung ist mehr als eine technische Änderung in der Arztsoftware. Sie zeigt exemplarisch, worauf es bei der Digitalisierung im Gesundheitswesen ankommt.
Neue regulatorische Anforderungen müssen technisch korrekt umgesetzt werden. Gleichzeitig darf die zusätzliche Strukturierung nicht dazu führen, dass wertvolle Zeit für die Patient*innen verloren geht.
Gute Praxissoftware bringt deshalb gesetzliche Anforderungen und einen möglichst einfachen Workflow zusammen.
Die Entwicklung der vergangenen Monate stimmt positiv: Mit einem Anteil von derzeit 86,7% codiert dokumentierter Diagnosen ist die strukturierte Diagnoseerfassung bereits fest im österreichischen ambulanten Gesundheitswesen verankert. Und die Entwicklung geht weiter.
Welche Veränderungen sich anhand wochenaktueller Daten aus CGM-Arztsystemen beobachten lassen und wie sich das Verhältnis zwischen codierten Diagnosen und Freitext entwickelt, lesen Sie in unserer Analyse.